Insektizide für die Landwirtschaft

Pflanzenschutzlösungen gegen Käfer, Flöhe & Co.

Sie sind notwendig, seit vielen Jahren schon im Einsatz und trotzdem ein herausforderndes Thema für alle Beteiligten: Insektizide, die Insekten vertreiben, hemmen oder entfernen. Denn bei diesen Pflanzenschutzlösungen ist die Gefahr von Resistenzbildungen relativ hoch: Je Anwendungstermin bzw. je Schädlingstyp steht oft nur eine Wirkstoffgruppe zur Verfügung. Das liegt zum Teil

  • an der generellen Zulassungspolitik für Insektizide,
  • am Bienenschutz – da Insektizide im Verdacht stehen für das Bienensterben verantwortlich zu sein,
  • sowie an der Restriktionen für insektizide Behandlungen sobald blühende Pflanzen auf dem Schlag stehen - seien es Kulturpflanzen oder Unkräuter.

Insektizide: Wenn Wirkstoffe nicht mehr wirken

Die Folge ist, dass Wirkstoffe in Pflanzenschutzlösungen nicht mehr ausreichend gewechselt werden können und die Resistenzentwicklung weiter zunimmt, weil eben die einzig zugelassene Wirkstoffgruppe nicht mehr greift. Das gilt aktuell z. B. bei Insekten wie dem Rapsglanzkäfer, dem Erdfloh sowie einigen Blattlaus-Arten. Im schlimmsten Fall – wenn weitere Wirkstoffe nicht mehr angewendet werden – ist eine Insekten-Bekämpfung zum Schutz der Kulturen überhaupt nicht mehr möglich.

Mittel gegen Insekten in der Landwirtschaft

Je nach Art der Aufnahme unterscheidet man bei den Insektiziden Mittel, die über die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt übers Fressen sowie über Berührung zur Wirkung kommen. Daneben gibt es Lockmittel und Fallen, um zu verhindern, dass sich Insekten auf dem Kulturgut festsetzen und ausbreiten.

Das Optimum – was Landwirte heute brauchen

Die hohen Ansprüche durch die Zulassungsbestimmungen, was Wirkstoffe und Produkte angeht, sowie die bereits bestehenden und drohenden Resistenzen stellen Hersteller von Insektiziden natürlich vor enorme Herausforderungen: Denn landwirtschaftliche Unternehmen benötigen schnell, gut und lang anhaltend wirkende Insektizide, die einfach anzuwenden, breit zugelassen und sicher sind für Bienen und andere Nutz-Insekten oder Spinnen. All das muss eine Pflanzenschutzlösung von heute im Bereich Insektizide erfüllen, um Schädlinge wie die Larven von Kartoffel-, Borken-, Rüsselkäfern, Schildläuse, Zikaden, Mücken, Milben oder Zecken zuverlässig von der Kultur fernzuhalten.

Neue Formulierungen zur Schonung von Nützlingen: z. B. die Pflanzenschutzlösung Mavrik

Adama arbeitet beständig an Neuformulierungen, um auf aktuelle Anforderungen und Entwicklungen in der Landwirtschaft reagieren zu können. Ein Beispiel dafür ist die Pflanzenschutzlösung Mavrik – ein Insektizid, das im Vergleich zu anderen Insektiziden das nützlingsschonendste Pyrethroid ist. Es zeigt gute Wirkung bei der Bekämpfung der Rapsglanzkäfer und sogar ausgezeichnete bei saugenden Insekten wie zum Beispiel den Blattläusen. Dabei schont es gleichzeitig nicht nur Bienen, sondern auch andere Nützlinge wie Schwebfliegen, Florfliegen oder Parasitoide, die Schädlinge auf natürlichem Wege reduzieren, indem sie sie auffressen oder parasitieren.

Information ist gut, Beratung ist besser

Ein klassisches Resistenzmanagement mit Wirkstoffwechsel ist wie bereits gesagt schwierig, wenn es um den Schutz von Pflanzen vor Insekten geht. Deshalb empfehlen wir, ackerbauliche und kulturtechnische Maßnahmen verstärkt zu nutzen. Wie Sie das am besten tun, erläutern Ihnen unsere Berater gern. Diese halten Sie auch auf dem Laufenden mit ihrem regelmäßigen Beraterrundschreiben. Welche Produkte Sie wann am besten anwenden – das finden Sie wie gewohnt auch bei Insektiziden unter den aktuellen Pflanzenschutzempfehlungen auf unserer Webseite.

Vom eierlegenden Wollmilch-Insektizid

Mit leisem Gebrumm fliegt die Biene von Blüte zu Blüte. Landet auf dem Blütenboden, sammelt den Nektar und fliegt weiter zur nächsten Blume. Das ganze Feld ist in diesen wunderbar warmen Sommer-Monaten erfüllt von emsigem Summen und Brummen. Ein Glück, denn die Honigbiene ist gefährdet – und absolut schützenswert.

Adama tut viel, um eventuelle Schädigungen von Bienen durch Insektizide auszuschließen. Zum Beispiel mit der Testung eigener Mittel in Dropleg-Düsen. Denn diese mechanische Alternative sorgt dafür, dass Insektizide nur unterhalb der Blüten angewendet werden. So bleiben Blüten und Nektar insektizidfrei – zum Schutz aller Bestäuberinsekten.

Für ihre landwirtschaftlichen Unternehmen tut Adama aber noch mehr: zum Beispiel intensiv forschen. Nach neuen Pflanzenschutzlösungen, die nicht den klassischen chemischen Wirkstoffgruppen zugeordnet werden und alle Anforderungen und Schutzauflagen erfüllen. Damit wir auch morgen noch unserem Anspruch gerecht werden:
Simply. Grow. Together.